Zwei Städte – Zwei Orchester – Ein Jahr des Akkordeons Unter diesem Motto fanden die diesjährigen Jahreskonzerte von Akkordeon Solothurn erstmals ausserhalb von Solothurn, im Konzertsaal in Langendorf, statt. Als Gastorchester durfte Akkordeon Solothurn das langjährige befreundete Akkordeonorchester Heilbronn Neckargartach begrüssen. Unter der Leitung von Susanne Weber (Akkordeon Solothurn) und Sylvia Schiffner (Akkordeonorchester Heilbronn-Neckargartach) trafen sich zwei Orchester, die nicht nur die Liebe zum Akkordeon, sondern auch eine über viele Jahre gewachsene Freundschaft verbindet. Diese Verbundenheit wird über die Landesgrenzen hinweg gepflegt und stand auch im Mittelpunkt der beiden Konzerte. Eröffnet wurden die beiden Konzerte am Nachmittag und am Abend von der Jugend Akkordeongruppe JAG von Akkordeon Solothurn mit dem Stück «Entry of the Gladiators». Anschliessend begrüsste die Stadtpräsidentin von Solothurn, Stefanie Ingold, die Musizierenden und Konzertbesuchenden mit einer kurzen Ansprache. Mit viel Charme und einer guten Portion Humor führte Daniel Bachmann durch das Programmund wusste dabei so manche interessante und unterhaltsame Geschichte rund um die Musik und die beiden Orchester zu erzählen. Eigens zum Jahr des Akkordeons komponiert wurde das Stück «2026» von Ian Watson. Mit diesem Werk eröffnete das Erwachsenenorchester des Gastgebervereins seinen Konzertteil. Mit «Über sieben Brücken musst du geh’n» von Peter Maffay wurde nicht nur musikalisch die Brücke nach Deutschland geschlagen. Das Stück stand auch im Zeichen einer Premiere: Marion Berger stand erstmals als Dirigentin vor dem Orchester. Die junge Dirigentin meisterte ihre Premiere mit Bravour. Es folgten «Männer», «Flugzeuge im Bauch», «Mensch» und «Mambo» von Herbert Grönemeyer, zusammengefasst in einem Medley in einer Bearbeitung von Hans-Günther Kölz. Den zweiten Konzertteil gestalteten die Gäste aus Solothurns Partnerstadt Heilbronn. Mit «Bohemian Rhapsody» gewannen sie sogleich die Gunst des Publikums. Es folgten «Flowers» von Miley Cyrus, ein Medley von Daft Punk sowie «Komet». Den Höhepunkt der Konzerte bildete die gemeinsame Uraufführung eines ebenfalls beim englischen Komponisten Ian Watson eigens für die beiden befreundeten Vereine in Auftrag gegebenen Werkes. Bei «Tapestry of Sound» vereinten sich die beiden Orchester zu einem einzigen Klangkörper mit mehr als 50 Musizierenden. Ein eindrückliches musikalisches Erlebnis, das die Verbundenheit der beiden Vereine auch auf der Bühne hörbar machte. Mit «Tage wie diese» und «Major Tom» ging das Konzertprogramm dem Ende entgegen. Bei der Zugabe «Sweet Caroline» waren schliesslich sowohl das Publikum als auch die Musizierenden kaum mehr zu bremsen. Ein schwungvoller Abschluss eines besonderen Konzerttages, der ganz im Zeichen der Musik und der langjährigen Freundschaft der beiden Orchester stand. Raffael Ingold
